Wer ist Gargamel?


Bei den Gesamterneuerungswahlen des Bundesrates 2007 ließ Widmer-Schlumpf sich aufgrund einer unmittelbar vor der Wahl öffentlich gemachten Geheimabsprache zwischen der Sozialdemokratischen Partei (SP), den Grünen und der Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP) als inoffizielle Kandidatin aufgestellen.

Lange wurde behauptet, einen "Geheimplan gegen Blocher" gäbe es nicht. Nun wurde das Gegenteil offenbar. Nun ist sogar von der erfolgreichsten Verschwörung seit Brutus die Rede.

Bei einem erforderlichen absoluten Mehr von 122 Stimmen wurde Widmer-Schlumpf im zweiten Wahlgang mit 125 Stimmen gewählt. Christoph Blocher erhielt 115 Stimmen.

Die SVP-Fraktionsführung hatte bereits vor der Wahl angekündigt, jedes SVP-Mitglied, das eine Wahl akzeptiere, ohne von der SVP-Fraktion nominiert worden zu sein, aus der SVP-Fraktion «auszuschließen».

Damit ist gemeint, daß es nicht auf den Rückhalt in der Fraktion zählen und nicht an deren Treffen teilnehmen könne.

Widmer-Schlumpf ließ sich für die Entscheidung, ob sie die Wahl, die sie zusammen mit Elementen aus den Linksparteien SP, CVP und Grünen eingefädelt hatte, annimmt oder ablehnt, einen Tag Bedenkzeit geben.

Am Morgen des 13. Dezember 2007, dem Tag nach ihrer Wahl, erklärte sie vor der Vereinigten Bundesversammlung die Annahme ihrer Wahl zur Bundesrätin.

Sie und der zweite SVP-Bundesrat Samuel Schmid werden seither nicht mehr von der SVP-Fraktion getragen.

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