Konkordanz ade
Die SVP bekannte sich im Vorfeld der Bundesratswahlen im Gegensatz zu der SP klar zur Konkordanz.
Konkordanz bedeutet, daß die drei stärksten Parteien 2 und die viertstärkste Partei einen Sitz stellen kann und diesen Vertreter selbst bestimmen darf.
D. h., bei den Bundesratswahlen muß in der Schweiz zur Wahrung der Konkordanz die eine Partei die aufgestellten Kandidaten der anderen Parteien unterstützen.
Erst, nachdem die Linksparteien SP und CVP (sowie die Grünen, die aber unbedeutend sind) öffentlich machten, daß sie gegen das Konkordanzprinzip verstoßen wollten, gab die SVP bekannt, jene Parteien nicht zu unterstützen, welche Christoph Bloche als ihren Kandidaten nicht nicht wählen wollten, namentlich also die SP und CVP.
Linksparteien SP, Grüne und CVP ruinieren die Konkordanz
Grüne und SP hatten bereits im Vorfeld zu den Bundesratswahlen bekanntgegeben, daß sie nicht zur Konkrodanz stehen werden und Bundesrat Christoph Blocher als Kandidaten der SVP nicht unterstützen werden.
In die Konkordanz-Ruinierer gesellte sich zu Grünen und SP auch die Linkspartei CVP.
So kam es, daß zwar die SVP brav und konkordanztreu die Kandidaten der anderen Parteien unterstützte, aber aufgrund dessen, daß die Linksparteien Grüne, SP und CVP die schweizer Konkordanz mit den Füßen traten, ihren eigener Kandidat Christoph Blocher jedoch nicht gewählt wurde.
Besonders pikant hierbei: Die FDP-Bundesräte Couchepin und Merz erhielten bei den Wahlen mit den Stimmen der SVPler Glanzresultate, in den Reihen der FDP gab es aber Abweichler, die im Gegenzug nicht für Blocher stimmten.
SVP: Bereits von den BR-Wahlen klare Bekenntnis
Die SVP hatte bereits im Vorfeld der Bundesratswahlen erklärt, daß sie nur von ihr auch unterstütze Kandidaten akzeptieren werde und jemanden (wie Widmer-Schlumpf), der die Wahl als nicht-aufgestellter Kandidat annehmen würde als Verräter aus der Fraktion ausgeschlossen werden werde.
So kommt es, daß heute paradoxerweise die Partei die das beste Wahlregebnis bei den Nationalratswahlen im Oktober 2007 hatte, im Schweizer Bundesrat nicht vertreten ist.
besonders stoßend
Besonders stoßend hierbei: Die SVP hatte vor den Nationalratswahlen schweizweit mit einer Kampagne geworben: "Blocher stärken - SVP wählen". Auf diesen Plakaten und Flugzetteln sowie anderer Wahlwerbung war Blocher groß abgebildet.
Knapp 30 % der Wähler, welche nun ihr Kreuz bei der SVP gemacht haben, weil sie Blocher befürworten, sind verhöhnt worden und der Wählerwille mit Füßen getreten worden.
